Totgeglaubte Modetrends haben bekanntlich die Angewohnheit, irgendwann wieder aufzutauchen. Doch dieses Comeback dürfte selbst hartgesottene Fashion-Fans überraschen: Die Brosche ist zurück. Und zwar nicht als angestaubtes Erbstück, sondern als selbstbewusstes Statement-Piece.
Plötzlich schmücken große Blumen, glitzernde Steine, abstrakte Formen und auffällige Vintage-Modelle Blazer, Mäntel, Strick und sogar T-Shirts. Dabei gilt: Je weniger sie nach klassischer Anstecknadel aussieht, desto besser. Die Brosche darf auffallen, Persönlichkeit zeigen und einem ansonsten schlichten Outfit den entscheidenden Twist geben.
Besonders spannend wird es beim Styling. Eine einzelne Brosche am Revers wirkt elegant, gleich mehrere Exemplare nebeneinander werden zu einem kleinen Kunstwerk. Auch am Schal, an der Tasche oder mitten auf einem groben Strickpullover darf das gute Stück Platz nehmen. Selbst ein eher unspektakuläres Outfit aus Jeans und weißem Shirt bekommt damit im Handumdrehen eine Portion Fashion-Attitüde.
Die Brosche ist ein Gegenentwurf zum allgegenwärtigen Minimalismus. Sie muss nicht praktisch sein. Sie muss nicht einmal besonders teuer sein. Sie darf einfach schön, kurios, opulent oder ein bisschen verrückt sein. Wer jetzt im Schmuckkästchen von Mutter oder Großmutter stöbert, könnte deshalb einen kleinen Schatz entdecken. Die neue Brosche braucht also kein Etikett. Sie braucht nur eine gute Portion Selbstbewusstsein.